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Existieren oder Leben?

Ich möchte mich verändern, doch ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Da sind so viele wirre Gedanken, tagtäglich trage ich sie mir mit. Bei Grün über die Ampel, zwischen den Stühlen im Büro und ab Abend, wenn ich die letzten Treppen zur Wohnung empor klinge. Ein Wollknäul aus hunderter bunter Fäden, ein schönes Chaos und dennoch ist weder ein Anfang noch ein Ende in Sicht um Geradlinigkeit und Ordnung zu finden.

Veränderung – wie oft verspüren wir den Drang danach, etwas zu verändern. Ob an uns selbst oder der Situation. Dann denkt man nach, stunden-, wochen- ja teils monatelang und hofft auf diesen einen Gedanken. Die Erlösung und der Einfall, der ganz genau verrät, wo man einfach anfangen soll.

Ich glaube, nein ich weiß aus meiner bisherigen Erfahrung, dass dies zu schön ist um wahr zu sein. Veränderung, was „Anderes“ entsteht nicht einfach so und größtenteils auch nicht von heute auf morgen.

Aber wo vielmehr wie fängt man an?

Kürzlich hörte ich eine sehr schöne Geschichte: Eine Bekannte hatte eine neue Wohnung erstanden. Die Lage war gut, doch der Zustand eine Katastrophe. Dennoch hatte sie ein Ziel vor Augen: Ein neues zu Hause, in welchem sie sich wohl fühlen würde. Und so begann sie, Tag für Tag darauf hin zu arbeiten. Sie begann zu streichen, ein schickes Sofa auszusuchen. Nach und nach füllte sich ihre Wohnung nicht nur mit Farben und Materiellem, sondern vor allem: mit ihrer Persönlichkeit. Das Ziel, die „schöne Wohnung“ war dabei gar nicht genau zu definieren. Ich glaube, es war vielmehr ein Gefühl. Und der Gedanke daran, dieses bestimmte Gefühl zu erreichen ließ sie bis heute weitermachen. Mittlerweile ist sie jedes Mal wenn sie die Tür aufschließt: glücklich. Stolz.

Ein Erfolgserlebnis, was sie sich alleine aus eigenen Stücken erschaffen hat und: lebt. Sie lebt förmlich darin.

Ich glaube, wenn man diese Geschichte so hört, scheint es doch ganz einfach zu erfahren wie und wo Veränderung passiert. Nicht der Gedanke an den Wunsch nach „Ich möchte etwas verändern“ wird eine Lösung bringen, sondern noch vor den ganzen 10 Schritten, die man im Kopf bereits weiter denkt – gesünder leben, Umzug in eine neue Stadt, neuer Freundeskreis, endlich mehr meine Meinung äußern – sollte man sich bewusst machen:

Wo möchte ich überhaupt hin? Wie möchte ich leben? – Das sind Fragen, die das eigene Leben hinterfragen und die Gabelung auf dem eigenen Weg zu existieren oder doch wahrhaftig zu leben.

Bevor ich also mein Wollknäul aufrolle möchte ich mir bewusst werden, in welcher Form ich es überhaupt bringen möchte. Nach welchen Farben ich es sortiere und welche ich wohlmöglich hinzufüge oder weglasse, um am Ende ein hübsches Muster zu erhalten.

So sitze ich im Flieger auf der ersten richtigen persönlichen Reise mit mir selbst. Vielleicht ja zu mir selbst. Selbstliebe Trip hin oder Her : ich möchte meinen Kopf aus den Gedankenwolken ausstrecken. Mit geschlossenen Augen und Sonnenstrahlen zwischen meinen Haarsträhnen in einem anderen Umfeld nicht nur nachdenken. Sondern Zeit haben, mich auf neue Arten bewusst wahrzunehmen. In mich hinein zu hören und: im Augenblick leben.

Was habe ich erreicht? Wo möchte ich hin? Wie komme ich dort hin?

Ich glaube, ich werde nicht als neuer Mensch zurückkehren. Das möchte ich auch nicht. Doch ich möchte bevor Veränderung eintritt meinen Weg planen, neue Ziele setzten. Tagträumen wie ich schon bald diese Ziele leben werde und während ich das Salz auf meinen Lippen spüre das Gefühl annähernd kennenlernen.

Vor allem Neuen, vor Veränderung kommt:

Bewusstsein

Bewusstsein für dich selbst, deine Fähigkeiten, dein Vertrauen. Investition in dich, dein Fundament. Bewusstsein dafür, wie dein Leben aussehen soll und: wie du es gestalten möchtest.

Ziele

Ziele sind deine Farben, die du in die Hand nehmen musst. Die Art mit ihnen zu malen deine ganz eigene und das letztlich entstehende Kunstwerk –keiner weiß wie es genau aussehen wird- wird dich mit Emotionen füllen aus denen wiederrum neues entsteht.

Deshalb sagt man also : Male dir deine Träume aus …

Kürzlich habe ich als Inspiration noch ein paar ganz wunderbare Gründe gefunden, warum man sich auch mal zurückziehen sollte und darf – ich bin mir sicher auch für dich sind einige Momente/Gründe dabei, die dich zum lächeln für die neue Woche bringen werden:

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