Arrow
Arrow
Slider

Neuzeit Online Social Mechanismen – das eigene Tempo finden Teil 1

Manchmal habe ich das Gefühl ständig in Bewegung zu sein und dennoch dabei zu frieren. Der Körper ständig in Bewegung, doch der eigene Kopf hängt hinterher. Beim Haare Fönen, beim Verräumen der Einkäufe, beim Einlassen des Badewassers. Ja, ich bin hier doch erwische ich mich dabei bereits zehn Schritte voraus in morgen, nächste Woche und dem „was wäre wenn“ zu analysieren. Keine Zeit mich selbst zurückzunehmen, denn da Muss ja noch dieses Text Dokument verfasst werden, das Geschenk verpackt und dann fällt mir ein, dass im Keller noch immer die Wäsche trocknet. Keine Zeit, das Haar zu ende zu Fönen, den letzten Schluck Tee zu trinken oder die so hübschen Rosen auf der Fensterbank zu gießen.

Ich muss weiter, rennen, in Bewegung sein, dieses Bild in der Story noch posten – wo finde ich das nochmal? Und schon wird dieser Gedanke wieder überrollt von dem, was morgen dann aber unbedingt erledigt werden muss. Fön aus, Speicherkarte an. So viel zu erledigen, was eigentlich hätte schon gestern fertig sein sollen. Dieser Berg aus Besser noch vorgestern, erst dann hätte ich mich loben können doch ich greife noch immer nach den aufsteigenden bunten Ballons und versuche sie möglichst gut, elegant, sportlich und dennoch gelassen in einer anstatt zwei Händen zu tragen.

Es es mein Umfeld oder bin ich es selber schuld, dass ich inmitten dieses Strudels jammere. Ein Strudel aus ständiger Bewegung und dennoch gefühltem, ständigen auf der Stelle treten. Brauche ich Zeit für mich? Oder bin ich einfach noch nicht genug an meinen Aufgaben gewachsen.

Stehe ich meinem Weiterkommen und letztlich mir selbst im Weg?

Es fällt mir so schwer, mich aus diesen selbstverschuldeten Druckpunkten zu entziehen, möchte sie abstreifen, abhaken, denn die eigenen Gedanken letztlich lenken kann nur ich selbst. Egal wieviele Motivations-Bücher auf meiner Fensterbank liegen – die endlich mal wieder entstaubt werden müssen. Nächster Punkt auf der To Do Liste, welcher wahrscheinlich schon morgen früh zwischen Zeile 9 und 10 verschwindet.

Ich meine, lasse ich mich noch durch Andere inspirieren oder sollte man sich heute, in welchem die Meisten hauptsächlich morgen leben, doch voll und ganz auf sich selber konzentrieren? Mache ich das eigentlich für mich oder die Erwartungen Anderer, die wohlmöglich gar nicht erfüllt oder berührt werden? Es sind nicht nur Termine, Aufgaben und Erledigungen. Es sind Mechanismen, welche sich im Vergleich zur Weihnachtszeit vor einem Jahr plötzlich so verändert haben. Und ja, während ich meine Haare Föne, umso öfter frage ich mich: 

Bringen mich diese Neuzeit Online Social Mechanismen wirklich weiter oder verlaufen wir uns, entschuldige ich mich selbst, in einer Art Schein? Möchte ich diese Dinge wirklich tun, für mich selbst und meine eigenen Interessen oder lasse ich mich von Erwartungen verleiten? 

Schreibe einen Kommentar