Arrow
Arrow
Slider

Take me away

Das ist einfach SO. Nein, es ist eben nicht EINFACH so. Manche Emotionen, Gefühle und Empfindungen sind nicht nur schmerzhaft, sondern langlebig.

Einfach weiter machen – tut man letzten Endes. So oder so. Auch wenn der Rhythmus des eigenen Herzens noch den neuen Takt sucht. Spürst du es? Es gibt Situationen, in denen verstehe ich mich nur selbst. Es geht nicht darum zu flüchten. Manche Erfahrungen kann man man zwar wie einen schmerzhaften Schnitt mit zusammengebissenen Zähnen aushalten, doch wie ich mit dem entstehenden Gefühl, lass es Schmerz, Wut oder ähnliches sein, umgehe, ist eine persönliche Sache, die man -je nach Situation – immer wieder neu erleben muss. Egal wie fest man im Leben steht.

Ich glaube, es ist in Ordnung, sich von solch unsichtbaren Dingen, selbst wenn niemand außer man selbst sie versteht, in gewisser Weise aufhalten zu lassen. Auch nach dem Aufstehen noch weitere 3 Stunden in den bereits leer getrunken Kaffeebecher zu blicken und im Schlafshirt auf der Couch zu sein.

Gedankengänge neu zusammenbauen. Online gehen, Offline gehen.

Soll ich warten? Wann verschwindet dieses Gefühl? Schaffe ich es alleine? Ich will es nicht wissen. Das Einzigste, was ich will, ist raus. Raus aus dieser Situation. 

Untertauchen in dumpfe Sphären ohne Zeit und Gefühl. Auftauchen mit klarem Kopf, möglichst ohne Schmerzen. Morgen ist ein neuer Tag – und was wenn alles beim Alten bleibt? Was, wenn ich genau SO wochenlang weiterleben muss?

Ich möchte nicht angefasst werden, gefragt werden, gesehen werden. Unsichtbar inmitten des Cafés. Gleicher Platz, andere Gefühle. Ein Schluck aus meinem rosafarbenen Kaffeebecher mit der Aufschrift:

„Take me away“

Ich möchte Musik hören, in warmen Decken. Eis mit Brownie Stücken essen, gekribbelt werden. Stundenlang mit rosigen Wangen philosophieren. Deine Hand halten. Ich möchte über Familienurlaube erzählen, unvergessliche Momente. Ich möchte Mimiken beobachten, den Wimpernschlag wenn du lachst. In Gedanken schwelgen über zukünftige Reisen mit Zwischenstopps in kleinen Cafés an der Ecke, schon mal die Speisekarten lesen und mit dir aussuchen, was wir bestellen werden mit Sand in den salzigen Haaren. Sonnenlichter, die sich bei deinem Anblick in den grünen Augen widerspiegeln.

Ich möchte … die Zeit anhalten. Zeit haben, um mein Leben zu strukturieren, oder doch komplett über den Haufen zu werfen und zu verschwinden?

Ich muss mir über meine Gefühle klar werden und mir mein Haar waschen – dabei riecht es noch immer nach dir und deinen Worten. Ich muss noch die Mails beantworten und endlich diese Sprachnachricht absenden – wartet doch mal … ich muss noch – zu mir zurück finden.

Take me away …

 

Schreibe einen Kommentar