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Zwischen Gedankentürmen, Stille und Schutz vor Zweiflern – Utopia

Utopia ist ein Ort, der nicht existiert. Nun ja, zumindest nicht auf den ersten Blick. Utopia liegt versteckt hinter verflochtenen Gedankengängen und riesigen Träumen, angetrieben durch Visionen.

Utopia ist ein Gefühl. Ein Gefühl, welches Rückzug bietet und zugleich eine erleuchtete Lichtung ist. Utopia ist ein stiller und zugleich luftdurchströmter Raum voller unendlicher Weite, der dich umgibt, dich schützt, dich aus dem Alltag entzieht. Utopia ist ein Zustand, der dich schweben lässt und zugleich erdet. Deine Gedanken, deine Gefühle.

Ruhe und Stille, um dich selber wieder hören zu können. Utopia gibt dir die Möglichkeit, dich Zweifeln der dich umgebenden Außenwelt zu entziehen. Dich frei zu machen von Zwängen, von vorgegebenen Lebensläufen und Erwartungen anderer.

Utopia ist weiß und hell – Deine Leinwand für Träume und Visionen. Platz, um diese wahrzunehmen und auszudenken, auszusprechen und an die Wände zu malen. Ohne Angst. Nur du und das, was dich wirklih bewegt.

Utopia ist der Platz, an dem du all das, was in dir vorgeht und kaum ein anderer weiß aufzubewahren. Ideen in ihrer Wachstumsphase zu schützen vor Zweiflern, die dich möglicherweise von deinem Weg abbringen und diese bereits im Keim ersticken. Du kannst immer wieder dort hin zurückkehren. Um dich zu besinnen, um weiterzumachen, um dich nicht davon abhalten zu lassen. Ideen wachsen zu lassen.

Utopia ist dein unsichtbarer, nicht greifbarer und dennoch so starker Rückhalt, um dich dabei zu begleiten – egal was in der Außenwelt passiert und sich im Sekundentakt verändert – das Leben, welches zu erträumst, welches du spürst Tag für Tag wahrhaftig zu machen.

Ich erinnere mich noch zu gut, als ich damals als junge Frau in Düsseldorf auf meinem Rad entlang der Rheinpromenade fuhr und verträumt Ideen in meinen Wunschträumen „gesponnen“ habe. So viele Überlegungen, Möglichkeiten und Dinge, die ich genau so wie ich es mir ausmalte umsetzen wollte. Allein der Gedanke daran, was alles möglich sei und ich gerne einmal erschaffen möchte, ließ mich noch fester in die Pedale treten.

Schon damals hatte ich den Drang, den Wunsch weiterzuziehen. Dinge nicht nur zu denken, sondern auch zu verwirklichen. Der Ort meiner nächsten Etappe sollte Hamburg sein. Die Stadt hatte mich nach wenigen Sekunden inspiriert und die Entscheidung für mein neues zu Hause war ein reines Gefühl. Unsichtbar und dennoch glasklar vor meinen Augen. Koste es was es wolle – doch teilen wollte ich diesen vielen Gedanken zunächst mit niemandem außer mit mir selbst und dem Fahrradweg der Promenade. Aus Angst. Angst vor den Reaktionen, Angst davor, dass meine so vielen bunten Ideen schon beim Aussprechen durch Andere im Keim erstickt werden und die Flamme, die in mir brennt, erlischt.

Also lebte ich mit diesen vielen Zukunftsgedanken im Laufrad der Gegenwart. Bis zu dem Tag, an welchem ich mich an einen Tisch mit einer Person zusammenfand (man nennt es auch Life-Coach) die mit leuchtenden Augen darauf wartete, dass ich ihr meine so vielen „utopischen“ Ideen mitteile. Sie drückte mir bunte Stife in die Hand und gab mir die Aufgabe, meine Geschichte, Wünsche und Träume in Form einer Landkarte aufzumalen. Auch meinen weiteren Weg zeichnete ich auf dieser Karte sein und noch während ich am obersten linken Rand des Blattes das Wort „Hamburg“ niederschrieb, fühlte ich, wie mein Herz regelrecht bis zum Halse schlug.

Der Punkt war, und das, was ich damit sagen möchte ist, dass sich diese Person für meine „utopischen“ Ideen interessierte. Schon nach den ersten Worten lächelte sie mich an und gab mir das Gefühl, dass die Dinge, die in mir vorgingen Früchte tragen können. Dass sie Potenzial haben.

Ich fühlte mich verstanden und sicher.

Und nachdem ich mich ihr offenbarte, sagte sie die 3 magischen Worte, die schlussendlich alles weitere entfachen ließen:

Machen Sie das – und ich tat es. Keine Angst, keine Skepsis. Zuspruch und Mut zeigten mir den Weg. Der erste Schritt in ein neues Leben, welcher meine Tagträume verwirklichen sollte.

Ich glaube, dass viele Menschen vor lauter Ideen und Träumen nur so sprudeln und sie noch während ihrer Tagträume und dem Weg zu Arbeit auf dem Gehweg zurücklassen. Aus Angst vor möglichen Reaktionen verliert man den Mut und er verwandelt sich in reine Fantasie, die zwischen Alltag und Routine dann im Sand verläuft. Weg. Aus den Augen aus dem Sinn. Ich möchte das ändern.

Utopien, Visionen und Zukunftsgedanken entstehen in Stille – man muss Zeit dazu haben

Ich glaube, dass man sich seine Wünsche und Ziele fest vor Augen halten sollte. Jeden Tag. Man soll sie aufmalen, in bunten Farben. Aufschreiben, auf großen Blättern. Aufhängen, gegenüber des Bettes.

Ich glaube auch, dass man sie aussprechen muss. Dass man einen Ort braucht, an dem man diese Ideen mit anderen „Utopiern“ teilt, bespricht. Gemeinsam nicht den Keim „im Laufrad der Gegenwart“ erstickt, sondern Großes denkt und sich gegenseitig nicht als „Verrückt“ sieht, sondern diese Wunschträume in Utopia teilt. Utopia ein Ort, an dem Mut und der Wille für Veränderung, Glück und Weiterkommen unsichtbar festgehalten wird. Utopia, der Ort, welcher in unseren Gedanken existiert. Ein Ort, an den man jederzeit zurückkehren kann, um sich vor Augen zu halten, welche tollen Möglichkeiten man hier und heute, morgen und in Zukunft hat.

Lasst uns uns zusammentun und gemeinsam in Utopia unsere ganz eigenen Visionen aus Utopien erwachsen und uns gegenseitig auf unserem Weg unterstützen – karolinsmoment

One Reply to “Zwischen Gedankentürmen, Stille und Schutz vor Zweiflern – Utopia”

  1. Danke für deine schönen Worte 🙂

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