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Ernährungsumstellung kurz vor einer Fitnessmesse?

Bald ist Fibo, das bedeutet 5 Mal die Woche um 6 Uhr auf dem Stepper stehen, die Kohlenhydrate nach und nach streichen, perfekt aussehen – Nein Danke.

In 1 Woche findet in Köln die Fitnessmesse statt und ich werde zum ersten Mal mit an einem Stand stehen, was im übrigen auf meiner Ziele Liste im vergangene Jahr stand. Ich habe diese Ziel 2016 nicht realisieren können, sondern musste Geduld beweisen, was, wie ihr wisst, IMMER gut ist.

Ob als Besucher oder „Athlet“ eine Sache beschäftigt die Meisten von uns: Wie wird meine Form sein? Wie werde ich aussehen? Ich habe mich entschieden keine Diät oder ähnliches einzulegen – ich glaube, dafür ist die Zeit zu schade und man kann die „Vorbereitungszeit“ mit schöneren Dingen verbringen, als sich darüber Gedanken zu machen, ob man Kohlenhydrate essen soll oder nicht und ob man nicht doch besser noch ein 6. Mal trainiert.

Noch eine Woche bis ich -höchstwahrscheinlich Bauchfrei- an einem Stand stehe und vor allem eins möchte:

Mich dabei wohl fühlen.

Natürlich möchte man gut aussehen und einen flachen Bauch haben. Dennoch habe ich es mir als oberstes Ziel gesetzt mich nicht verrückt zu machen, sondern Freude bei diesem Event zu empfinden und diese letztendlich auch auszustrahlen. Auf welche Art ich persönlich das mache – nämlich ohne Kalorienzählen, mit moderatem Ganzkörper-Training und mit Kohlenhydraten- erzähle ich dir.

Weder ein Plan, noch eine Kalorientrack-App begleiten mich in der Ernährung. Schon seit einigen Monaten versuche ich einfach natürlich zu essen. Nach vielen Problemen mit meinem Magen, aufgeblähtem Bauch etc. nach dem Genuss von diversen Protein Riegel und Milchprodukten, habe ich mich von meiner Lieblingsyoutuberin Sarahs Day dazu inspirieren lassen, mich mit einer Paleo Ernährung zu beschäftigen. Ich sehe Paleo auch nicht als „Diät“, sondern als eine der reinsten Ernährungsformen. Hauptnahrungsmittel sind:

  • Gemüse,
  • Fleisch,
  • Fisch,
  • Eier,
  • Salate,
  • Nüsse,
  • Fett,
  • Obst.

Die Auswahl der Lebensmittel habe ich nach und nach getroffen und immer mal wieder etwas weggelassen oder mit eingebaut und ich stelle nun nach einigen Monaten fest: Ich fühle mich so gut wie nie – trotz viel Arbeit, Stress und unterwegs sein, kann ich diese Art der Ernährung zum Einen gut an jeden Ort „Mitnehmen“ und zum Anderen fühle ich mich damit rundum sehr wohl. In meiner Einkaufstasche landen also neben Fisch und Eiern Berge an Gemüse wie Süßkartoffeln, Paprika, Tomaten und Brokkoli sowie frische Salate. Sogenannter „Pre-Dinner-Snack“ (ich glaube jeder kennt diesen Snack, den man haben muss während man auf das eigentliche Essen wartet) ist oftmals eine handvoll ungesalzener Nüsse.

Auch jetzt, wenige Tage vor der Fitness-Messe auf der ich zwischen Athleten in Top-Form stehe, bleibe ich meiner bisherigen Ernährung treu. Mit ein paar wenigen, kleinen Tipps steuere ich nun ganz entspannt und natürlich auf dieses Event zu und jetzt, wo ich meinen Körper kennengelernt habe weiß ich, dass ich mit diesen kleinen „Tricks“ gesund, sportlich und ohne Blähbauch mit dabei sein werde.

Weg mit Industrie-Essen und Fertigprodukten voller Zusatzstoffe. Fertige Joghurts, Soßen oder abgepackte und gebutterte TK-Produkte müssen weichen. Fertigprodukte enthalten oftmals so viele unnötige Inhaltsstoffe und sind schlichtweg: nicht natürlich. Ich mache mir immer wieder bewusst, dass mein Körper sich aus dem, was er zugeführt bekommt, aufbaut. Das bedeutet: Die Energie, die man in Form von Lebensmitteln aufnimmt, erreichen jede Zelle des Körpers. In einem gesundheits- und sportbewussten Leben möchte man nicht nur von außen schön und gesund sein, sondern eben auch von innen.

Also was gibt es schöneres, als frisches Gemüse zuzubereiten mit dem guten Geschmack auf der einen Seite und dem schönen Gefühl auf der anderen Seite, dass man dem Körper regelrecht ein Geschenk macht, in dem man ihm Gesundes für ein schönes, gesundes Inneres und Äußeres schenkt anstelle von Zucker oder  chemischen Zusatzstoffen. Also beispielsweise lieber den Ketchup stehen lassen und stattdessen mit frischen Kräutern und Gewürzen kochen.

So oft hat man es schon gehört, sich vorgenommen und macht es letzten Endes doch zu selten: genügend trinken. Am Morgen starte ich mit einem Glas Zitronen Wasser mit einem Teelöffel Chia Samen darin. Chia Samen liefern Omega 3, Ballaststoffe und Vitamine. Des Weiteren unterstützen sie mein Intermittend Fasting, da ich das Gefühl habe, dass mich ein solches Glas Zitronen-Chia Wasser länger sättigt.

Ebenso trinke ich am Morgen auf nüchternen Magen 2 Teelöffel Flohsamenschalen.Flohsamenschalen unterstützen den Verdauungstrakt und werden bei einem Reizdarmsyndrom eingesetzt. Sie quellen im Verdauungstrakt auf und binden überschüssiges Wasser.  In regelmäßigen Abständen wenn ich mal wieder dieses Gluckern im Bauch empfinde, führe ich solche Flohsamenschalen Getränke am Morgen ein, um meine Verdauung auf natürliche Art und Weise zu unterstützen und meinen Blähbauch zu reduzieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Flosamenschalen sehr positiv auswirken und ich tagsüber nach der Einnahme weniger an einem aufgeblähten Bauch leide.

Flohsamenschalen bekommt man in jedem dm drogerie markt oder Bio-Laden für circa 8 Euro pro Packung. Übrigens: da Flohsamenschalen geschmacklos sind und Wasser binden, kann man mit ihnen sehr gut backen insbesondere, wenn der Teig zu flüssig geworden ist.

Um 3 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen befürworte ich ebenso Fenchel-Kümmel-Anis Tee. Damit führt man Flüssigkeit zu, beruhigt den Magen und unterstützt die Verdauung und: man tut was für den Kopf. Denn der spielt im Bezug auf einen flachen Bauch auch eine sehr große Rolle. Vieles passiert im Kopf und manchmal sind auch Gedanken Auslöser für einen aufgeblähten Bauch sind auch oft zu viele Gedanken.

2-3 Liter über den Tag verteilt unterstützen also nicht nur den Stoffwechsel und sorgen für pralle und strahlende Haut, sondern lehren uns auch darauf zu hören, wann wir Hunger haben und wann Durst. Wasser kann man zudem prima mit Hilfe von Ingwer oder frischen Beeren mit Geschmack versetzen.

Auf Kohlensäure verzichte ich so gut es geht, da mit Gas versetzte Getränke oftmals leider einen „Bloated Belly“ unterstützen.

Auf Milchprodukte verzichte ich zum größten Teil. Vor einigen Jahren habe ich einen richtigen Laktose Test bei einem Arzt machen lassen und gemeinsam mit ihm habe ich festgestellt, dass eine Intoleranz vorliegt. Ich meide also Produkte wie Magerquark und frische Milch bis auf 2 Dinge:

Zum Einen mein Harzer Käse. Dieses Milchprodukt bleibt auf meinem Speiseplan komme was da wolle. Zum Anderen muss ein Ben & Jerry´s ab und zu mal sein trotz Sahne,Milch und Zucker pur. Letzteres werde ich natürlich erst nach der Messe mal wieder essen, denn 8 Stunden Stehen mit einem Blähbauch sind definitiv nicht schön.

Anstelle von Milchprodukten kann man prima auf Soja umsteigen – auch hier habe ich feststellen können: Die Dosis macht das Gift. Zu viel Soja kann ebenso auf den Magen schlagen.

Kohlenhydrate? Ja! Ich fahre meine Kohlenhydrate kurz vor der Fitnessmesser nicht runter. Weiterhin ganz oben auf dem Speiseplan stehen Süßkartoffeln, insbesondere als Süßkartoffel-Schokoladen Kuchen, Bananen, Äpfel, Reiswaffeln und Reis. Streng genommenes Paleo würde Reis nicht erlauben, doch hatte ich ja bereits eingangs erwähnt, dass ich mich von Paleo habe inspirieren lassen, es aber keinesfalls zu 100 % mache. Kohlenhydrate schmecken unfassbar gut, geben Energie und sorgen für gute Laune – selbst bei einem Kaloriendefizit würde ich niemals empfehlen Kohlenhydrate wegzulassen.

Die Menge von Kohlenhydraten mache ich immer nach Gefühl von meiner täglichen Aktivität abhängig. War ich beim Sport, greife ich zu einer Banane mehr und der größten Süßkartoffel. Habe ich hingegen den ganzen Tag am Schreibtisch gesessen, bleibe ich bei einigen Reiswaffeln oder etwas mehr Obst. Kein Kalorien- oder Gramm-Zählen. Nach Gefühl und in Balance bleiben.

Natürlich verzichte ich nicht auf „Süßes“ und Naschereien – ich habe einen Weg gefunden „natürlich“ zu naschen und nach dem Genuss gewisser Riegel und Süßigkeiten keine Verdauungsprobleme zu haben.

Diesen Produkten wie Energy Balls, Kokoschips oder Roo´Bars  bleibe ich weiterhin treu und ich lasse mir diese auch nicht von meinem Speiseplan durch ein solches Event streichen. Der Trick liegt darin, dass ich meine Auswahl an Naschereien vor der Fitnessmesse einfach ein wenig anders gestalte. Da ich vor der Messe nicht mehr so viel trainieren werde, greife ich nicht zu Erdnussbutter mit Bananen, sondern eher zu einem Raw-Riegel oder ein paar Wirsingchips.

 

Besonders jetzt einige Tage vor dem Abflug nach Köln stehen noch einige Dinge an, es müssten Meetings gehalten werden und neben all´ dem arbeitet man schließlich auch noch Vollzeit von Montag bis Freitag. Irgendwo dazwischen findet dann das Training statt. Ich kann für meinen Teil sagen, dass ich noch nie einen Trainingsplan hatte – es gibt keine Richtlinie, an der ich mich festhalte und keinen Plan, der mir sagt, welchen Muskel ich am Montag zu trainieren habe. Ich bestimmte die Häufigkeit und das, was trainiert wird. Meine Zeit Hand in Hand mit meinem Gefühl.

Dieser Trainings-Verhaltensweise war ich anfangs gegenüber eher skeptisch und ich hatte zunächst keinen großen Glauben daran, dass dies funktionieren könnte. Schließlich trainieren „alle“ 5 Mal die Woche, Brust, Rücken, Bauch und : immer mit schweren Gewichten. Es hat ein wenig gedauert und die ein oder andere Trainingspause abverlangt, doch ich konnte mich mit meiner Einstellung etwas davon freimachen.

Irgendwie fühlt es sich gut an, keine Protein Shakes mehr zu trinken und das zu trainieren, wozu man gerade Lust hat. Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass man einen athletischen, straffen Körper haben kann ohne Protein Pralinen und einen festen Trainingsplan. Immer wieder betone ich:

Lerne deinen Körper kennen und zwar in Bezug auf die Ernährung und auf das Training. Beides geht mehr als Hand in Hand einher und ja, anfangs ist es schwierig eine Balance zu finden und zu entscheiden, was „richtig“ und was „falsch“ ist. Die Sache ist nämlich, es gibt kein richtig und falsch. Es gibt deine eigene Balance, deren Koordinaten sich von deren der „Anderen“ unterscheiden.

Auch wenn ich in wenigen Tagen an einem Stand stehe zwischen Fitness Models und Fitness Stars, bleibe ich meinem Weg treu und werde mich nicht Hals über Kopf in eine Crash Diät stürzen. In den verbleibenden 5 Tagen bis zum Abflug nach Köln werde ich höchstwahrscheinlich „nur noch“ 2 Mal trainieren. Aber: das passt schon. Viel Bewegung im Alltag und ein 30-minütiges Cardio Workout tragen ebenso dazu bei, die Verdauung zu unterstützen. Ein leichtes Ganzkörper-Training und saubere Ernährung werden mich auf einem entspannten Weg nach Köln voller Vorfreude begleiten. Stimmt, da war ja noch was: Vorfreude. Also schaue ich weniger im Spiegel nach Fehlern und nutze die Zeit, um mir schon jetzt in Gedanken auszumalen auf welche tollen Menschen man dort trifft.

Mit diesem Beitrag möchte ich einfach nochmal bewusst machen, dass es egal ob Fitnessmesse oder andere Termine nicht darum geht, in perfekter Vollendung zu erscheinen, denn dieses Streben nach Perfektionismus ist anstrengend und nicht gesund, was wiederum nicht einhergeht mit einem gesundheitsbewussten Fitness-Lebensstil. Der starre Gedankengang daran, alles „richtig“ zu machen verschließt die Augen vor so vielen anderen wunderbaren Dingen. In Bezug auf das Event in Köln geht es in erster Linie darum, dass es eine Möglichkeit gibt einander kennenzulernen. Sich auszutauschen und Erfahrungswerte zu teilen. Ob nun durchtrainierte Schultern, der perfekte Po oder sichtbare Bauchmuskeln –  oder auch nicht. Es geht darum, neuen Mut zu schöpfen und interessante Verbindungen zu Menschen herzustellen, die in ähnliche Richtungen denken.

Ich würde mich freuen, wenn du mich am Stand von BodyandFit am Samstag, den 08.04. oder Sonntag, den 09.04.2017 besuchen kommst und wir uns endlich persönlich kennenlernen und austauschen. Ganz egal ob Fitnessanfänger oder begeisterter Bodybuilder. Ich denke, jegliche neue menschliche Verbindungen können inspirieren und tolle Geschichten entstehen lassen.