Mit dem Umspringen der Ampel auf Rot zogen die grauen Wolken am Himmel der Stadt meine Blicke auf sich. Nach Tagen voller Sonne und erster Sommersprossen auf meiner Haut, legte sich nun ein kühler, grauer Schleier über die Stadt und ich hatte das Gefühl, es warf nicht nur die so lange ersehnte Sonne zurück, sondern auch meine Gedanken. Einst noch leicht flatternd wie die rosafarbenen Kirschbaumblüten am Sommernachmittag, drohten nun gewittrige Zweifel und Überlegungen, welche ähnlich wie das Gewusel der Stadt an diesem Morgen umherflogen. Mit der Entscheidung noch einen Saft in meinem Lieblingscafé zu trinken und den Tag anders, schön zu beginnen machte ich mir beim ersten Schluck nach langer Zeit wieder bewusst, welch´ eine Verantwortung ich doch mir selbst gegenüber trage. Verantwortung dahingehend inwiefern ich meine Gedanken kreisen lasse und wann die Momente kommen, in denen ich sie festhalte und an anderen Horizonten wie bunte Luftballons fliegen lasse.

Bunt, ein gutes Stichwort, denn welche Farbe meine Gedanken, die Umstände und letztlich meine Momente haben, entscheide ich stets selbst.

Happy Monday – 7 Zutaten für (d) dein Happy Life : 

 

01  Entscheide dich dafür, Sorgen und „was wäre wenn“ loszulassen

Wer lange umhergrübelt, was man noch hätte besser machen können und einen Nährboden für Sorgen pflegt, verliert nicht nur Unmengen an Zeit, sondern auch schnell die Verbindung zu sich selbst. Ein inneres Lachen verkümmert, man wägt stundenlang ab, wird ängstlich und verliert den Mut.

Entscheide dich dafür, in den richtigen Momenten und Situationen Sorgen loszulassen. Sie wegziehen zu lassen an deinem Horizont und nutze deine Energie nicht für „hätte ich doch bloß“, sondern für „DAS mache ich“.

02 Dein Erinnerungskonto

Zählt ein Erlebnis erst dann, wenn ich es in Form einer Erinnerung unendlich weit mit mir mittragen kann? Manchmal wird der Eindruck suggeriert, dass ein Erlebnis ohne Erinnerung weniger wert ist. Dann erwischt man sich krampfhaft suchend nach alten Urlauben, Festivals und könnte die Zeit doch viel besser nutzen, um gegenwärtige Augenblicke zu intensivieren. Denn diese sind doch eigentlich viel intensiver und erlebbarer, als verstaubte Urlaubsfotos.

Also: anstatt zu lange in Erinnerungen zu schwelgen konzentrieren dich darauf, deine aktuellen Augenblicke noch mehr zu intensivieren und zu leben. Bewusst und auch mal ohne Foto machen.

03 An den richtigen Stellen „Nein“ sagen

Ein römischer Philosoph sagte mal: All jene, die dich zu sich rufen, zerren dich von dir selbst weg. Gemeint ist in diesem Zusammenhang das ewige Erfüllen von „nur ganz kleinen, kurzen Gefallen“. Natürlich möchten wir unserem Gegenüber helfen, uns dadurch einbringen, Andere glücklich machen und sozial und gemeinschaftlich -bestmöglich ohne Auseinandersetzungen- mit einander leben. Helfen ist essenziell und wichtig. Aber ganz so leichtfüßig, wie es sich manchmal anhört, ist es für den „Ja“ Sager nicht. 

Miteinander zu kooperieren ist unerlässlich. Sich einander zu geben und zu nehmen. Entstehen tun diese Bewegungen daraus, dass man eine Vorschussleistung erbringt, welche auf ein Entgegenkommen/Mitwirken stößt. Der Kreislauf beginnt bis einer der beiden Teilnehmer mehr kooperiert. Eine Vorschussleistung zu erhalten kann in gewissen Fällen auch Druck erzeugen, denn man fühlt sich natürlich unmittelbar verpflichtet, ebenso eine Revanche zu liefern. So wirken so manche Vorschussleistungen schnell dahingehend, dass man manipulierbar ist. Oftmals ist einem auch nicht bewusst, in welche unverhofften Situationen man sich mit einem spontanen „Ja“ bringt.

Habe ich überhaupt die Zeit dazu, diese „Kooperation“ einzugehen? Öfter mal einen Moment zu überlegen und „Nein“ zu sagen, schafft nicht nur Zeit für sich selbst, sondern schult auch das eigene Kompetenzauftreten und dessen Wahrnehmung.

04 Höre auf, dich mit Anderen zu vergleichen

Und das fällt schwer. Zumindest aus meiner Erfahrung. Denn man verwechselt manchmal Vorbild oder Inspiration mit Druck einer gewissen „vorgefertigten Form“ nachzukommen. Merke: Vorbilder sind wichtig und gut. Doch achte darauf, inwiefern du diese Bewunderung regulierst in Bezug auf dein eigenes Ich, deine Bedürfnisse, körperlichen Gegebenheiten und Ziele.

05 Bleibe optimistisch und halte an diesem Optimismus fest

Ähnlich, wie ich jeden Tag „Happy Montag“, „Happy Dienstag“ oder „Happy Sonntag“ nenne, gebe ich auch dir den Tipp, allen Dingen optimistisch und positiv gegenüber zu treten. Ob Warten in der Kassenschlange oder einer Absage eines geplanten Projektes. Die Dinge hinterfragen und herausfinden, was du positives ent- oder mitnehmen kannst.

06 Kreiere deine eigene Definition von Erfolg

Was ist schon Erfolg? Ähnlich wie das Thema Schönheit herrscht auch hier eine ganz eigene Definition. Wer sagt, um erfolgreich zu sein musst du Anzahl X an Followern haben? Anzahl X an Stunden arbeiten. Anzahl X an Körpergewicht haben, um oben mitzuspielen. Oftmals macht man sich Druck und verlangt von sich selbst nur dann zufrieden und erfolgreich zu sein, wenn man alle diese Aufgaben noch heute geschafft hat. Anstatt heute eine Netflix Serie zu schauen könntest du dir also ein paar bunte Stifte deiner Geschwister nehmen und notieren oder malen, was für dich Erfolg bedeutet. Ich bin mir sicher, schon in dieser Handlung wirst du mehrfach lächeln und bemerken, wie toll und „erfolgreich“ du bereits bist.

07 Bleibe deinen Werten treu

Eigene Werte zu finden ist manchmal ein Abenteuer und manchmal eine Herausforderung. Sie geben dem eigenen Leben Ziele, welche du mit Hilfe deiner Werte erreichst. Vielmehr den Weg dort hin immer wieder anhand deiner Werte nachjustierst. Manchmal treffen wir auf Menschen, die nicht die gleichen Werte teilen. Es entstehen Konflikte und Missverständnisse. Werte stärken die Verbindung zu dir selbst, bewahren dein „Standing“ und stärken deinen individuellen Kompetenzkreis.

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4 Comments

  1. Patricia April 23, 2018 at 5:50 pm

    Liebe Karolin,

    ich wollte Dir einfach einmal Danke sagen! ? Deine Blogeinträge bewegen mich immer wieder. Nicht immer schreibe ich ein Kommentar, doch innerlich empfinde ich Dankbarkeit. Deine Worte – sie sind wertvoll für mich. Sie regen mich zum Nachdenken und Handeln an. Sie geben mir oft Halt und zudem hilfreiche Tipps und Ratschläge, welche ich oft sofort in die Tat umsetzen kann. Ich finde deinen Blog toll.
    Danke dafür.
    Hab eine schöne Woche! ?

    Reply
    1. Karolin Pilz April 23, 2018 at 6:23 pm

      Liebe Patricia,

      ich freue mich immer so sehr über deine Beiträge! DANKE für dieses schöne Feedback <3

      Reply
  2. Lena Mai 2, 2018 at 7:27 pm

    Liebe Karo,

    wieder einmal ein ganz toller und ehrlicher Beitrag von dir. Deine Worte inspirieren jeden Tag aufs Neue und es regt wirklich sehr zum Nachdenken an, was du schreibst. Und nicht nur mein Nachdenken wird angeregt, sondern auch mein Handeln. Vielen Dank für deine tägliche Inspiration.
    Liebste Grüße aus dem ganz hohen Norden.
    Lena

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    1. Karolin Pilz Mai 7, 2018 at 1:48 pm

      Liebe Lena,

      ganz herzlichen Dank für deinen Kommentar und deine Zeit, mir dieses Kompliment zu senden. Es freut mich sehr, dass ich dich mit den Beiträgen positiv stimmen kann und eine tägliche Motivation sein darf.

      Fühl dich umarmt.

      deine Karo

      Reply

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