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Ich-Zeit

Sport und Fitness bedeuten nicht nur, den eigenen Körper zu fordern und zu formen, sondern auch die eigenen Gedanken:

Ich Zeit

Es gibt Zeiten, in denen hat man das große Verlangen danach alleine zu sein. Besonders dann, wenn alles um dich herum zu laut, zu schnell und zu hektisch wird und du den Überblick verlierst. Wenn Tage an dir vorbeiziehen und du ohne jegliche Kontrolle deine so kostbare Zeit ungenutzt verstreichen lässt. Dann ist der Moment gekommen, die Strecke zu verlassen. Anzuhalten. In sich zu gehen. Losgelöst. Alleine.

Mit der Sporttasche über der Schulter maschiere ich, schnelle Schritte, ein Lächeln auf den Lippen, das Herz klopft. Ich weiß nicht wie viel Uhr es genau ist oder wie viele Nachrichten das Handy Display anzeigt. Aber ich weiß:

Ich bin auf dem Weg. Glücklich, voller Vorfreude.

Gleich ist es soweit, nur noch wenige Meter liegen zwischen mir und dem Ort der inneren Ausgeglichenheit. Mit dem Einrasten des Spind-Schlosses verschwinden jegliche Alltagsgedanken. Jetzt zählt nur noch die Mission, die Herausforderung. Ich betrete den Kraftraum. Meine Hände umschießen die Eisenstangen und es beginnt. Trotz lauter Musik, die aus meinen Kopfhörern schallt, herrscht tief in mir:

Stille.

Es geht hier nicht um die größten Muskeln und schwersten Gewichte. Es geht um die Herausforderung. Es geht darum, die Sätze, so schwer sie auch sind, durchzuziehen. Das Gewicht zu bewegen. Den Körper zu spüren. Schweißperlen suchen sich ihren Weg in meinem Gesicht.

Es geht darum sich anzuspornen, aus eigener Kraft. Weiterzumachen.

Ich blicke in den Spiegel und sehe: Träume. Ziele. Schwere Zeiten und zugleich Erfolge. Erfolge anhand meines Körpers, Erfolge anhand meiner Gedanken. Ich genieße den Anblick und spüre meinen festen Stand, kein Sturm kann mich jetzt verbiegen. Zu stark ist mein Mut, mein Stolz. Ein starker Körper nach außen,ja. Doch das, was ihn zusammenhält ist nur im tiefsten Inneren zu sehen. Erschaffen durch Mut, den Glauben an sich selbst und Fürsorge zum eigenen Körper und dessen Gesundheit.

In diesem Training werden nicht primär nur die Muskeln und somit der eigene Körper geformt, sondern insbesondere die eigene Gedankenwelt. Ich-Zeit bedeutet, den eigenen Weg wieder klarer sehen zu können. Ein Stück weiter zu schauen, hin zur nächsten Etappe auf der eigenen Reise.

Ich-Zeit bedeutet, in verschiedensten Lebenssituationen auch einmal alleine sein zu können und diese intensive Zeit mit sich selbst zu genießen und zugleich zu nutzen. Die eigenen Schritte planen, Ziele nicht nur klarer sehen, sondern auch Erfolge zu bemerken und zu zelebrieren.

Ich verlasse den Ort, verschwitzt, müde und dennoch voller Energie. Da ist sie wieder meine Strecke und ich laufe auf sie zu. Ich sehe den Weg, viel weiter und klarer. Das dort vorne, das wird großartig. Ich sehe es. Ich spüre es!