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Kreatives Malen – (m)eine neue Art der Entscheidungsfindung

Und nachdem ich meine Vorhänge zugezogen, das Türschloss verriegelt und das Haar auf dem Gesicht zu einem Zopf gebunden hatte, spürte ich so sehr wie nie, dass es Zeit war für: mich. Zeit für mich selbst ohne doppelten Boden durch Terminkalender und das Denken 10 Schritte voraus begleitet durch das Tippen meiner Laptop Tastatur. Die vergangenen Tage trug ich meine Hülle erfüllt und mehr als glücklich durch meine Erlebnisse und spürte erst am Abend, als ich meine zerzausten Kuschel-Socken aus meiner obersten Schublade zog und dabei das Teewasser kochte, wie wenig ich in den vergangene Tagen über mich selbst erfahren habe. Zu groß waren die Vorhaben, Gedankentürmen und Ideen, die wild in mir umverschossen und gebändigt werden mussten.

Ich war müde, rastlos – doch wusste nicht wohin.

 
An diesem Abend hatte ich ein Treffen mit meiner neuen, hoffentlich neuen, Art von Mediation:
Malen
Ich überlegte nicht lange, als ich mein Buch aufschlug und mir schon das Bild der zweiten Seite zusagte. Zu groß war die Vorfreude des Kindes in mir endlich „meine“ Farbe zu finden und diese in dem Gesamtkunstwerk unterzubringen. Schon die ersten Felder meines „Indischen Elefanten“ ließen mich zurückdenken an Kindheit, das frühere Elternhaus, das markante Bordsteinpflaster unserer Straße.
 
 
Eigentlich sind Elefanten grau, doch irgendetwas hielt mich davon ab, die graue Farbe aus der Box zu entnehmen. Ich meine, meine Zeichnung sollte schön sein, doch nicht „richtig“. Gab es hier ein „Richtig“ oder „Falsch“?
 
So entschloss ich, vielleicht kindlich doch der Situation entsprechend: Nein, mein Elefant sollte nicht grau sein. Ein frisches Hellblau oder cremefarben, was meiner Lieblingsfarbe Gold sehr nahe kam. Ich musste lächeln, denn so hatte mich das „wie es ist“ und „wie man das so macht“ doch kurz in meiner eigenen Kreativität pausieren lassen und die Wahl meiner Farben in Frage gestellt. Doch hier ging es nicht um in Frage stellen, sonder darum: loszulassen, frei zu sein, Entscheidungen nach eigenem Ermessen zu treffen
 
 
Dieser so kleine Moment in der Großstadt um 22:26 Uhr macht doch letztlich so vieles aus: Mein gezeichneter Elefant musste nicht irgendeiner Norm entsprechen, sondern ich füllte ihn mit den Farben, die ich fühlte. Ich glaube, auch im Leben selbst greift man oftmals viel z zu schnell zu dem, „wie es immer schon war“. So malte ich weiter meine Blumen und Formen und entschloss, die Hauptfarbe meines Elefanten einfach offen zu lassen.
 
Ich brauchte Platz – nicht nur für meine Farben und mich, sondern ebenso Platz für „Umentscheiden“, „Platz für neue Impulse“, & „Offenheit für Veränderung“.
 
 
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