Ich möchte … morgens aufstehen mit wehenden weißen Vorhängen vor filigranen Balkonfenstern, undefinierbaren Stimmen unten auf der Straße. Warme Luftströme über den kleinen Zehen, ungekämmte Haare, die von der Sonne mit hellen Strähnen durchzogen sind. Beim Blick aus dem Fenster salzige Luft schmecken, einen kurzen Moment innehalten und zwischen den bunten Dächern das tiefblaue Meer sehen.

Ein weißes, luftiges Shirt überwerfen und den letzten Sand von der gebräunten Haut abstreifen. Nachdem die Tür hinter mir in Schloss gefallen ist in den Lieblings Sandalen über die Mosaikförmigen Gehwege und warmen, stickigen Gassen, gefüllt mit aufgehenden Sonnenstrahlen und dem Dröhnen der Mofas. Kaffegeruch gemischt mit dem von frisch gebackenem Brot und Schoko Croissants. 

Klappernde Palmenblätter im Wechsel mit dem Rauschen des Meeres und unendliche Weite. In mir und meinen Gedanken. Blendende Sonnenstrahlen, die neue Gedankengänge hinaufkitzeln und ein Lächeln über mein Herz entfliehen lassen 

Ich möchte Meereswind unter meinem rote,flatternden Sommerkleid spüren. Ich möchte mich treiben lassen, von neuen Kulturen, fremden Sprachen. Kleckernde Eiswürfel in meinem Glas an dem Strandcafé um die Ecke, in welcher ich die Mitarbeiter kenne und immer mit einem Lächeln begrüßt werde.

Loslassen von grauen Sorgen und stichelnden Druckpunkten und kalten, verregneten Tagen. Ich möchte mit den Armen um meine Knie aufs Meer schauen und feststellen, dass ich nicht weiß, welcher Tag heute ist. Dabei lächeln und nicht in Panik geraten.

Die Tage nicht zählen, sondern leben. Sie nicht nach Terminen abarbeiten, sondern sie füllen.

Mit zufälligen Momenten, Gesprächen bei Sonnenuntergang. Ohne Jacken, Stau und die immer gleichen Gänge im Supermarkt. Mit offener Balkontüre einschlafen ohne Angst haben zu frieren. 

Zuversicht

Neue, undefinierbare Gerüche einatmen, Sonnencreme in meiner Tasche tragen in einer kleinen Schatulle wie damals als Kind meine Muscheln und die damit verbundenen Tage am Meer aufheben. 

Die Augen schließen, umhüllt von warmen Winden meine Gedanken fliegen lassen. Keine Angst davor zu haben, welche Richtung sie einschlagen, sondern sie gleiten zu lassen. An blauen Himmeln ohne Wolken. Mit dem Wissen, dass auch morgen die Sonne scheinen wird. Und übermorgen. Mit dem Gefühl, dass jeder Tag ein schöner wird. Ich an Nachmittagen mit erhitzten Wangen und salzigen Händen die Zimmertür aufschließe und keine Verpflichtung habe. Keine Bahn, die ich erhaschen muss. Kein Anruf, der auf meinem Handy aufblinkt. 

Ich möchte Freiheit spüren – in dem, was ich tue und wohin es mich verschlägt. Ich möchte mit noch nassen, tropfenden Haaren auf einem Balkon sitzen, die Füße auf das Geländer legen, meine braune Haut in de und : das tun, was sich für mich richtig anfühlt. Das „Hier und Jetzt“ mit Erfahrung aus der Vergangenheit und Mut für die Zukunft genau in diesem Moment spüren.

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4 Comments

  1. Peter April 6, 2018 at 6:59 am

    Deine blauen Augen sind für mich das rauchende Meer. Deine noch leicht feuchten salzigen Haare durchstreife ich mit meinen Fingern und lege einen Teil hinter dein Ohr. Dein Lächeln lässt mein Herzschlag springen, wie die Wellen an den Strand. Ich möchte dir morgens über deinen Rücken streicheln und anschließend dich liebkosen. Der Wind der durch die offene Balkontür strömt, streichelt unseren nackte Haut. Unsere Blicke treffen sich und unsere Augen glänzen wie die Wasseroberfläche des Meeres, wenn die Sonne drauf scheint. Ich möchte dich ansehen wenn die Sonne untergeht bis es wieder hell wird. Ich möchte deinen Herzschlag hören, deine Hände an meinen Wangen spüren und anschließend am Strand mit dir die schönsten Muscheln sammeln.

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    1. Karolin Pilz April 10, 2018 at 7:37 pm

      Lieber Peter,

      vielen Dank für deine Zeit den Beitrag zu lesen und mir diese sommerliche Feedback zu hinterlassen. Da hast du das Südsee Feeling schön in Worte gefasst. ich hoffe, es geht dir gut und du kannst dein Leben grade nach DEINEN Vorstellungen in die Hände nehmen. Dein Briefpapier und die so schönen Zeilen trage ich in meinem täglichen Notizbuch immer mit mir. Es tut mir leid, wenn ich nicht auf alle Nachrichten immer unmittelbar antworten kann. Grade zerrt so viel an mir und hinzu kommt ja, dass ich nun auch wieder mehr Nähe zu mir selbst und Ruhe finden mag. Ich wünsche dir einen ganz wunderbaren Abend und schicke ganz viele liebe Grüße aus Hamburg.

      Alles Liebe – Karolin

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  2. Katharina April 6, 2018 at 8:41 am

    Liebe Karo, wieder mal wundervolle Zeilen. „Mut für die Zukunft“ und Zuversicht sind auch meine täglichen Begleiter seit ein paar Wochen. Das Einzige, was uns gehört, ist das Hier und Jetzt. Das Gestern können wir nicht mehr beeinflussen, deshalb sollten wir es loslassen, wenn es uns belastet (die Umsetzung ist leider nicht immer leicht…), aber wir können mit positiven Gedanken zumindest ein bisschen das morgen beeinflussen, indem wir HEUTE einfach sind und Dinge und Situationen annehmen und versuchen, aus allem das Beste zu machen. 🙂
    Glg, Kathi
    XOXO

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    1. Karolin Pilz April 10, 2018 at 7:34 pm

      Liebe Kathi,

      ich finde deine Gedanken in den geschriebenen Zeilen wirklich toll und bewundere es, wie reflektiert du an dieses Thema herangehst. Für deine Handlungen und Umsetzung von Wünschen HEUTE und MORGEN wünsche ich dir weiterhin alles Liebe und viel Mut, sowie Offenheit.

      Danke für deine Zeit und dein Feedback!

      Alles Liebe – deine Karo

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